Brillen

Brillen – Fakten und Informationen

Die Augen sind eines unserer wichtigsten Sinnesorgane. Liegt eine Fehlsichtigkeit vor ist die Bedeutung einer geeigneten Sehhilfe für Sie umso wichtiger. Hier erhalten Sie alle Informationen zum Thema Brille, wertvolle Fakten wie deren Funktionsweise und die verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten. Lernen Sie die Besonderheiten bei einer Hornhautverkrümmung kennen und informieren Sie sich über weiterführende Aspekte wie Informationen zur Kostenerstattung Ihrer GKV oder die Brillenpflege. Selbstverständlich finden Sie auch Tipps und Wissenswertes zu den Alternativen wie Kontaktlinsen oder dem Augenlasern.

Vorteile beim Abschluss

Brillen

Erstattung
bis max.
400€
  • KEINE Wartezeit!
  • Erstattung von 80% des Rechnungsbetrags
  • Alle zwei Versicherungsjahre maximaler Erstattungsbetrag von 400€ für Brillen oder Kontaktlinsen möglich
  • Gilt auch für Sonnenbrillen mit Sehstärke
1 Erstes Kalenderjahr: Vom Vertragsbeginn bis zum 31.12 des selben Jahres
Grundlage für Ihren Versicherungsschutz sind die geltenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) und die Tarife (Tarifauszüge: Stand 01.01.2015). cloud_download

Wie funktioniert das Sehen überhaupt?

Der Mensch ist in erster Linie auf seinen Sehsinn angewiesen. Dieser Sinn ist eines der komplexesten Vorgänge in unserem Körper. Er funktioniert normalerweise so gut und präzise, dass man gar nicht darüber nachdenkt, wie sich die Bilder in unserem Gehirn zusammensetzen.
Was Sie als „Wirklichkeit" über Ihren Augen wahrnehmen, ist ein sehr komplizierter Prozess. Lichtstrahlen fallen durch die Hornhaut in die Augen, treffen auf die Netzhaut und reizen dort Millionen von Sinneszellen. Diese Sinneszellen unterscheiden sich in Zapfen für das farbige Sehen und Stäbchen für das Dämmerungssehen. Elektrische Impulse das auf der Netzhaut entstandene Bild dann über den Sehnerv an das Gehirn weiter. Dort werden die Informationen verarbeitet und in ein dreidimensionales Bild aus der Kombination der Bildeindrücke beider Augen erstellt. Ihre Augen übermitteln also zu jeder Sekunde über 10 Millionen Informationen an Ihr Gehirn. Was für eine Leistung!

Wer hat die Brille erfunden?

Der Erfinder der ersten Brille ist nach wie vor nicht bekannt. Doch Ende des 13. Jahrhunderts ist in der Toskana bereits ein erstes Brillenmodell entstanden. Erstmals wurde die Sehhilfe dabei, wie wir es auch von unseren heutigen Brillen kennen, auf die Nase gesetzt worden. Möglich machten dies u. a. die Erkenntnisse der physikalischen Optik von Roger Bacon. Die ersten Modelle waren selbstverständlich noch nicht mit dem heute gewohnten Aussehen einer Brille zu vergleichen. Sie wurden noch ohne Bügel und mit einfach geschliffen Gläsern hergestellt. Damit waren sie aber bereits für Weitsichtige oder Alterssichtige geeignet. Im Laufe der Zeit wurde die Brille und insbesondere die Gläser immer weiter verbessert. Bereits 1909 meldete Benjamin Franklin das sog. „Franklinglas“ zum Patent an. Damit war der ständige Wechsel zwischen einer Fern- und Lesebrille überflüssig geworden.

Was bezeichnet man als Fehlsichtigkeit?

Bei einer optischen Fehlsichtigkeit handelt sich um Berechnungsfehlern bei Lichteinfall ins Auge. Genau diese Fehler können Sie durch eine sogenannte Korrektionsbrille berichtigen. Je nach Art der Fehlsichtigkeit werden verschiedenste Korrektionsgläser verwendet, welche den Lichteinfall in das Auge verändern. Damit verbessern Sie Ihre Sehschärfe, die bei Fehlsichtigkeit oft größere Ausmaße annehmen kann. Es wird dabei unterschieden zwischen der Kurzsichtigkeit, der Weitsichtigkeit, der Alterssichtigkeit unterschieden. Diese drei Varianten stellen den Großteil festgestellter Fehlsichtigkeit dar. Sind Sie sich nicht sicher, ob bei Ihnen eine Fehlsichtigkeit vorliegen könnte, dann nutzen Sie eine der vielen kostenlosen Sehtest-Angebote eines Optikers oder konsultieren direkt einen Augenarzt.

Was kostet eine neue Korrektionsbrille?

In der Regel müssen Sie die Kosten für Ihre Sehhilfen selbst tragen. Ist eine neue Brille notwendig, stellt sich hier natürlich immer wieder die Frage nach dem Preis einer durchschnittlichen Korrektionsbrille. Wie hoch die Kosten für Ihre Brille letztendlich ausfallen werden, hängt jedoch stark von der gewünschten Qualität und des Herstellers ab.
Kürzlich hat der „Zentralverband der Optiker“ berechnet, dass eine neue Brille durchschnittlich 372 Euro kostet. Unabhängig von den Kosten stehen in jedem Fall die individuell für Sie zutreffenden medizinischen Gesichtspunkte an erster Stelle.

Was bezahlt Deine Krankenkasse?

Die Krankenkassen verhalten sich bei der Kostenübernahme für Brillen und Kontaktlinsen sehr zurückhaltend. Die Kosten werden lediglich noch für Kinder und Jugendliche oder aber für stark sehbehinderte Menschen übernommen.
Zählen Sie zu dem überwiegenden Rest der gesetzlich Versicherten, besteht bereits seit 2004 kein Anspruch mehr auf Leistung. Somit sind die Kosten Ihrer Brille privat zu tragen.
Im sog. Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung sind die entsprechenden Ansprüche aufgeführt. Für Fassungen werden generell keine Kosten mehr übernommen. Gläser für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres werden im Rahmen von bestimmten Pauschalen erstattet. Die Höhe der entsprechenden Pauschale richtet sich nach dem Alter des Kindes, sowie der Glasstärke. Selbst hier finden sich jedoch auch noch einige Einschränkungen. Ab dem 15. Lebensjahr werden die Kosten nur noch dann übernommen, wenn sich seit der letzten Verordnung eine Änderung der Dioptrien von mindestens 0,5 ergeben hat. Die Kosten für Reparaturen werden hingegen immer übernommen.
Die Ursache für die eingeschränkte Kostenübernahme von Sehhilfen sind Sparmaßnahmen im Rahmen diverser Gesundheitsreformen. Sogar in den 1980er Jahren wurden sogar die Kosten für Fassungen noch von den Kassen getragen.

Wie pflege ich meine Brille richtig?

Die Pflege Ihrer Korrektionsbrille stellt sich in der Regel sehr unkompliziert dar. Einige Oberflächen können jedoch unter Umständen empfindlich auf chemische Reinigungsmittel reagieren. Auf solche aggressive Mittel sollten Sie verzichten. Greifen Sie lieber zu trockenen oder feuchten Brillenputztüchern, um Ihre Brille schnell und sicher zu reinigen. Wie auch von vielen Optikern angeboten, empfiehlt sich auch die Reinigung mittels eines Ultraschallgeräts.

Welche Alternativen gibt es zur Brille?

Eine Brille bringt viele Vorteile mit sich. Jedoch gibt es auch einige Gründe, die Sie auf die Suche nach einer Alternative gehen lassen. Vielleicht hat es einfach nur optische Gründe, die für Sie gegen eine Brille sprechen. In vielen Fällen ist es aber auch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit oder die bedingte Einsatzfähigkeit bei bestimmten Sportarten. Oft können Sie eine Brille durch Kontaktlinsen ersetzen lassen. Alle Informationen, die Vor- und Nachteile rund um das Thema Kontaktlinsen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Neben Kontaktlinsen entscheiden sich immer mehr Menschen mit Fehsichtigkeit für das Lasern der Augen. Ohne echte medizinische Notwendigkeit müssen Sie jedoch auch diese Kosten privat tragen. Je nach Art und Umfang der Laserbehandlung können hierfür Kosten von ca. 800 bis 3.000 € pro Auge entstehen. Alles Wissenswerte zu den verschiedenen Behandlungsverfahren haben wir hier für Sie zusammengestellt.